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Josef Herzog Ohne Titel 1996
Aktueller Standort
Stadthaus, Gubelstrasse 22, 6301 Zug, 2. OG West
Josef Herzog wird 1939 in Zug geboren und besucht in den 1960er-Jahren die Kunstgewerbeschule Luzern unter Max von Moos, dessen Einflüsse insbesondere in seinen frühen Aquarellen mit flächigen und surrealen Konfigurationen sichtbar werden. Es folgen Anstellungen in den Kantonen Aargau und Zug, vielerlei Stipendien und Auftragsarbeiten für Wandmalereien in der Region (unter anderem in der Schulhauserweiterung Oberwil) und ein Werksemester in London. Ab den 1970er-Jahren rückt das Motiv der Pyramide ins Zentrum von Herzogs Arbeit, welches er jedoch nicht linear definiert, sondern aus kleineren Flächen und Punkten in der Mitte seiner Leinwand zu modellieren scheint. Neben einem Werk aus dieser Serie beinhaltet die Sammlung der Stadt Zug auch mehrere Arbeiten aus seiner späteren Schaffenszeit, in denen der Künstler den Fokus auf die Linie als eigenständiges Ausdrucksmittel setzt. Es entstehen Gitterlinien, Labyrinthe, Verknüpfungen, Striche, schwungvolle Richtungsänderungen und verschieden dichte Netze in unterschiedlichen Farben, welche zugleich eine Ordnung erahnen lassen, diese aber im gleichen Zug wieder durchbrechen. Josef Herzog gelingt es, mit dem Mittel der Linie ein Universum zu erschaffen, welches nicht nur in seiner Farbigkeit sondern auch in seinem Charakter eine grosse Vielfalt widerspiegelt.
Gattung
Material / Technik
Masse
Rahmenmass (H x B): 127.7 x 97.2 cm
Inventarnummern
KS 518
Schlagworte