Fritz Kunz
Sibylle
1903
Aktueller Standort
Stadthaus, Gubelstrasse 22, 6301 Zug, 1. OG, Sicherheit und Verkehr
Fritz Kunz (Johann Friedrich Kunz) wird 1868 in Einsiedeln geboren, wo er eine Lehre als Dekorationsmaler und Altarbauer in der Werkstatt seines Vaters absolviert. Zudem besucht er die Kunstgewerbeschulen in Zürich und München, und entschliesst sich nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1890 dazu, Kunstmaler zu werden. In Albert Kuhn, einem Einsiedler Kunsthistoriker und Pater, findet er seinen Förderer und studiert schliesslich an der Kunstakademie in München. Es folgen erste Aufträge für Innerschweizer Kirchen sowie wiederholte Tätigkeiten in Rom.
Kunz’ Kunstschaffen ist schon früh geprägt von nazarenischen Einflüssen und vom Historismus, welche ihn sowohl in Einsiedeln wie auch während seines Studiums in München begleiten. So ist auch in seinem ersten bedeutenden Auftrag für Deckengemälde in der katholischen Kirche in Arth der gepflegte Münchener neobarocke Malstil zu erkennen. Um die letzte Jahrhundertwende folgen eine Reihe an Porträts und Landschaftsmalereien, die weitere und teils neue Einflüsse anderer Stilrichtungen zeigen. Ab 1919 ist Fritz Kunz in Zug wohnhaft, wo er 1947 verstirbt. Er gilt zwischen Melchior von Deschwanden und Ferdinand Gehr als wichtigster und produktivster Kirchenmaler der katholischen Deutschschweiz. Seine Werke sind unter anderem in der Klosterkirche Disentis, der Institutskirche Menzingen, der Pfarrkirche St. Michael und dem Museum Burg Zug sowie in der Liebfrauenkirche in Zürich zu sehen.
Gattung
Material / Technik
Masse
Rahmenmass (H x B): 89.3 x 78.3 cm
Inventarnummern
KS 85