Fritz Wotruba
Torso
1971
Aktueller Standort
EG, Eingang Ost
Fritz Wotruba wird 1907 in Wien geboren und lässt sich in den 1920er Jahren zunächst zum Stanzengraveur ausbilden bevor er die Fachklasse Bildhauerei an der dortigen Kunstgewerbeschule besucht. Schon früh entwickelt er seinen eigenen Stil, der zunächst noch dem Realismus nahe bleibt, aber immer mehr auf Details zu verzichten beginnt. Wotrubas menschliche Darstellungen zeigen eine Streckung der Proportionen, die unter anderem auch bei Werken seines Lehrers Anton Hanak sowie bei Egon Schiele zu finden sind.
Zwischen 1938 und 1945 leben Fritz und seine Frau Marian Wotruba in Zug im Exil, wo sie enge Beziehungen zu Fritz und Editha Kamm, Philipp Etter, Georg Reinhart und Jean Rudolf von Salis pflegten. Zeugnis der Freundschaft mit dem Ehepaar Kamm sind unter anderem auch die zahlreichen Werke Wotrubas, welche sich heute in der Sammlung Kamm befinden. Im Jahr 1940 sind seine Werke in Ausstellungen der Gruppe der Freien Zuger Künstler zu sehen und sein Atelier an der Weinbergstrasse 4 ist ein beliebter Treffpunkt für Kunstschaffende und Intellektuelle. 1945 kehrt er nach Wien zurück, wo er an seine früheren Erfolge anknüpfen kann, die Meisterschule für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste leitet, und schliesslich 1975 verstirbt. Insbesondere durch zahlreiche Werke im öffentlichen Raum gilt Wotruba heute als wichtiger Vertreter der geometrischen Abstraktion und des Brutalismus in Bildhauerei und Architektur.
Gattung
Material / Technik
Masse
Objektmass (H x B x T): 48.6 x 18.8 x 28.4 cm
Inventarnummern
KS 10