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Erwin Dominik Osen Ohne Titel (Zug vom See her)
Aktueller Standort
Stadthaus, Gubelstrasse 22, 6301 Zug, 3. OG West, Stadtkanzlei
Erwin Dominik Osen wächst als verwaister Sohn eines japanischen Vaters und einer österreichischen Mutter in Wien auf. Trotz seiner Umstände wird er im Alter von sechs Jahren an der Ballettschule der Wiener Staatsoper aufgenommen, wo sein künstlerisches Talent von Komponist Gustav Mahler erkannt und gefördert wird. Ab 1904 folgen Kunstausbildungen in Privatkursen bei Albert Roller und Gustav Klimt sowie an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl. Zu der Zeit entwickelte sich ausserdem eine enge Freundschaft mit Egon Schiele, welche das Kunstschaffen beider prägt. Die Verbindung wird insbesondere in den Darstellungen von Osens Freundin, von Patienten mit mentalen Erkrankungen und von Stadtlandschaften im Oeuvre beider Künstler sowie in gegenseitigen Porträts sichtbar. Erwin Osen gilt als Multitalent: Von Pantomime über Schauspiel, Bühnendesign, Gesang und Regie hin zur bildenden Kunst gehörten zahlreiche Ausdrucksformen zu seinem Schaffen. Ab 1913 verlässt er Wien, arbeitet zunächst in der Kostüm- und Designabteilung des Künstlertheaters München, am Neuen Deutschen Theater in Prag und ab 1915 in Berlin. Weitere Reisen führen ihn nach New York, Brasilien und Westafrika. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den er versteckt in Wien verbringt, reist er in den 1950er-Jahren schliesslich auch nach Zug, bevor er sich 1960 in Dortmund niederlässt. Vom unkonventionellen Freigeist entwickelt sich Erwin Osen zum angesehenen Künstler. Seine späten Werke, oft in quadratischem Format, zeigen vielfach Porträts, Landschaften, ungewöhnliche Luftaufnahmen sowie atmosphärische Darstellungen.
Gattung
Material / Technik
Masse
Rahmenmass (H x B): 72.4 x 72.4 cm
Inventarnummern
KS 279